Aktuelle Neuigkeiten: Weinernte in Österreich und Deutschland beginnt früher als geplant

Aufgrund der lange anhaltenden Trockenheit beginnt die Weinernte 2018 früher als geplant. Bereits im August geht die Weinlese los, da die lange Trockenheit keine längere Wachstumsperiode ermöglicht. Die Rekorddürre zeigt sich nicht nur in Österreich und Deutschland, in ganz Europa kämpfen Landwirte mit der Trockenheit, welche die Ernte von Getreide und Gemüse verringert. Klimaforscher erwarten, dass es in Zukunft häufiger zu Hitzeperioden und sturzflutartigen Regenfällen kommen wird. Selbst die französische Weinernte wird von der Trockenheit bedroht. Zwar kann in einigen Teilen noch bewässert werden, aber das Agrarministerium schränkte die Bewässerungsquote schon ein. Am Ende der Ernte haben die französischen Bauern einiges an Entschädigung zu erwarten.

Auch polnische Bauern sollen vom Staat unterstützt werden, um Dürreschäden zu kompensieren. Am Stärksten sind die Dürreschäden an Mais und Getreide. In Deutschland müssen sogar schon Agrarerzeugnisse zugekauft werden, weil der eigene Markt nicht gesättigt werden kann.

Im österreichischen Weinbau müssen die Trauben in diesem Jahr sogar gekühlt werden, weil es einfach zu heiß ist. Geerntet wird zurzeit nur in Morgen- und Abendstunden, um die hohen Temperaturen zu meiden. Bei der Verarbeitung von zu warmen Trauben sinkt die Qualität. Wenn die Gärung der Trauben beschleunigt wird, führt das dazu, dass sich die Fruchtaromen verflüchtigen.

Gerade im österreichischen Burgenland geht die Weinlese eher als sonst los. Normalerweise ist es der September, der für die Weinernte reserviert werden kann. In Österreich war in den letzten Jahren ein extremeres Klima zu beklagen. Durch Fröste, Hagel, Regen, Hitze und Trockenheit sahen sich österreichische Winzer größeren Herausforderungen gegenüber.

Im Allgemeinen kann aber gesagt werden, dass sich die österreichischen Trauben sehr guter Gesundheit erfreuen und die Ernte wohl erfolgreich verlaufen wird. Die große Hitze und Trockenheit aber bringt auch Vorteile mit sich: Wenn es nicht regnet, zeigen sich keine Fruchterkrankungen wie Mehltau und der Wein, der zu erwarten ist, ist wesentlich aromatischer als Wein aus einem kalten Jahr.