Die Geschichte der Weinproduktion geht lange in die Vergangenheit zurück. Wo allerdings der erste Wein erzeugt wurde, kann nur vermutet werden. Es spricht aber für einen Ort in oder am Rande von Europa. Aus Slowenien wissen wir, dass es an der österreichischen Grenze die älteste Rebe gibt, die dafür ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen wurde. Einiges spricht auch für Georgien, wo man Tonkrüge und Reliefs gefunden hat, die über 6000 Jahre vor Chr. entstanden sind. Es sind auch Spuren am Nil zu finden zwischen Euphrat und Tigris, aber auch in Palästina. Es spricht viel für eine frühzeitige Weinproduktion. Die Wildrebe war der erste Weinstock, aus dem Wein hergestellt wurde. Erst später kam man zur Kultivierung der Weinstöcke. Die ersten Versuche, einen Wein zu keltern, waren alles andere als wohlschmeckend. Man reicherte ihn mit Gewürzen, Honig und Kräutern an. Die Menschen genossen ihn wegen seiner alkoholischen Gärung nicht wegen seines Geschmackes.

Möglicherweise war die Entdeckung des Weines ein Zufall, weil man Traubensaft aufbewahrte, der bei Wärme zu gären anfing. Der erste zur Weinproduktion verwendbare Wein wurde Vitis Vinifera genannt, der zur Weinerzeugung taugliche Wein.

Die Griechen entdeckten den Wein für ihre Zivilisation ca. 1600 v. Chr. Das erste Zentrum für Weinproduktion entstand in Mykene und Sparta. Keramikfunde weisen zumindest darauf hin. Mit Wein wurde gefeiert und es wurden die Götter verehrt. Die Spezialität der Griechen war die Beimischung von Salzwasser. Die alten Griechen trugen auch schon zur Verbreitung des Weines bei: Er wurde von ihnen nach Ägypten, Syrien, Frankreich und Spanien gebracht. Sie wussten aber auch schon, dass der Wein nicht allen Menschen guttut, sondern bei einigen auch zu Wahn und Rausch führte.

Nach dem Untergang Griechenlands ging die Weinproduktion im Römischen Reich weiter. Man verwendete Wein, um Geschäfte zu besiegeln. Die Römer entwickelten die Weinproduktion weiter und beschäftigten sich mit der Sortenzucht, der Aufbewahrung und dem Aufzug der Reben.