Die Reblaus ist Österreichs Wappentier im Weinanbau, obwohl sie eigentlich der Feind jeden Winzers ist. Bei der Reblausplage im 19. Jahrhundert haben damals etliche Winzer den Weinbau aufgegeben. Heute kann gegen die Reblaus mit konventionellen Spritzmitteln gespritzt werden. Nur der Biowinzer muss der Reblaus anders Herr werden. Weißwein und Rotwein sind in Österreich sehr beliebt, allerdings mehr rot als weiß. Der durchschnittliche Weinverbrauch ist bei Österreichern 6 Liter höher als bei Deutschen.

In ganz Österreich wird auf 45.000 ha Wein angebaut auf denen rund 2,5 Millionen Hektoliter Wein produziert und zumeist im Inland auch gleich verzehrt werden. Die Favoriten hierbei sind immer noch die traditionell österreichischen Sorten.

Biowein hat ein besonders gutes Image. Wenn es um den Unterschied zu normalem Wein geht, dann sollte man mit nüchternem Kopf diskutieren, denn hinter der Produktion von Biowein steckt vor allem auch eine eigene Philosophie. Es gibt drei Arten von Weinbau: konventionell, biologisch und biodynamisch. Auch konventionell arbeitende Winzer versuchen meistens, möglichst wenig Spritzmittel zu verwenden. Sie dürfen allerdings alle künstlichen Mittel gegen Schädlinge verwenden wie Fungizid, Herbizid und Düngemittel. Sie können dabei nach einem strengen Spritzplan vorgehen.

Das Problem von künstlich hergestellten Spritzmitteln ist, dass sie systemisch wirken und Rückstände im Wein verbleiben können. Moderne Mittel versprechen aber, genau das zu verhindern. Auch im Bio-Weinbau kann man spritzen, allerdings verwenden Biowinzer sogenannte Kontaktmittel, die auf der Oberfläche der Rebe wirken. Kupfer und Schwefel können verwendet werden, aber auch Backpulver und Pflanzentees.

Der Biowinzer arbeitet vorwiegend vorbeugend, das heißt die Pflegearbeiten sind deutlich intensiver. Das verringert das Risiko, dass Pflanzen von Krankheiten befallen werden. Begrünung des Weinbergs ist eine weitere Möglichkeit, um die Humusbildung zu fördern.

Biodynamische Verfahren arbeiten nach dem Mondkreislauf und integrieren kosmische Komponenten. Die gilt allerdings als eher extreme Form des Bio-Weinbaus.

Bioweine sind extra gekennzeichnet und haben ein Bio-Siegel, das auf ihre besondere Anbauform hinweist.